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PHOTO5plus

logo_photo_5_plusAm 31. März 2017 ab 19:00 Uhr eröffnen die Photografengruppe PHOTO5plus ihre Gemeinschaftsausstellung "Interna".
PHOTO5plus setzt sich zusammen aus den Fotokünstlern
Susanne Hartmann
Stefan Kögel
Stefanie Minzenmay
Tilman Neubert
Frank Szafinski
Juliane Wende

PHOTO5plus

 

Kunst auf dem WHU Campus Düsseldorf: INTERNA - Gemeinschaftsausstellung der Gruppe PHOTO5plus

Ausstellungseröffnung am 31. März 2017 ab 19:00 h

In der Gemeinschaftsausstellung INTERNA werden fotografische Arbeiten der Gruppe Photo5plus gezeigt, die aus den sechs Fotokünstlern Susanne Hartmann, Stefan Kögel, Stefanie Minzenmay, Tilman Neubert, Frank Szafinski und Juliane Wende besteht. Als frühere Teilnehmer an Jahresklassen der Schule für künstlerische Fotografie in Düsseldorf setzen die Fotokünstler seit 2014 einen fotografisch und künstlerisch interessierten, gemeinsamen Austausch fort. Hinter den in der Ausstellung gezeigten Bildserien verbergen sich viele Interna, kritische Auseinandersetzungen mit Themen, Texten und sehr private Bezüge, die Dritten verborgen bleiben werden. Und doch sprechen alle Bildserien auch ohne das Wissen über diese Interna für sich und generieren eigene Assoziationen beim Betrachter.

 

 

SusanneHartmannKaffee250pSusanneHartmann150dpi

Orte und Räume, die verlassen wirken, ziehen Susanne Hartmann magisch an. Sie regen ihre Phantasie an und werfen Fragen auf. Manchmal öffnet sich eine Tür, hinter der die Erinnerung wohnt und es ist ihr wie eine Reise ins Selbst. Die Arbeiten von Susanne Hartmann zeichnen sich durch einen besonders atmosphärischen, teils melancholischen und sehr erzählerischen Blick aus.

 

250pAufbau Um Ein Haar_1_2017-47Stefan Koegel

 

Stefan Kögel präsentiert Arbeiten aus der Serie Irgendwo gegen 18:00 Uhr und zeigt Orte abseits vom "HappyHour Geschehen" und durchgängigen Aktivitäten. Im zeitlichen Umbruch vom Tag zum Abend werden Orte gezeigt im Moment zwischen traditionellem Arbeitsleben und der weiteren Gestaltung des Abends. Die Serie entstand an mehreren Orten in Europa im Jahr 2016.

 

(c) SMY Veggie#1_2016250pSMY Bedburg-Hau_11_2015-112

Stefanie Minzenmay zeigt großformatige Portraits aus ihrer Serie Protected Privacy – Protect Yourself!, mit der sie 2014 begann. Die Serie befasst sich mit dem Thema Bildinformation und dem Umgang junger Menschen mit den Medien der heutigen Zeit. Als „digital natives“ nutzen sie spielerisch und selbstverständlich die Informations- und Präsentationsmöglichkeiten des Internets und der sozialen Netzwerke. Gleichzeitig werden durch diese Nutzung aber auch Informationen mit einer unkontrollierbaren Permanenz in die Medien abgegeben.

Konträr zur freizügigen Preisgabe von Informationen unterdrückt, versteckt und verdeckt sie diese in ihren Arbeiten. Die dadurch schlichten Bildkompositionen sind dabei sehr präzise, fast nüchtern und skulptural.

In der weiteren Serie Unnatürlich/Natürlich befaßt sie sich mit der räumlichen Koexistenz von Natürlichkeit und Unnatürlichkeit. Skulptural anmutende Gebilde im ländlichen Raum, wie etwa gestapelte, in Folie eingeschweißte Siloballen werden den landwirtschaftlichen Produkten, die in unsere Häuser und damit in einen unnatürlichen Raum gelangen, gegenübergestellt.

 

250Tilman Neubert

 

Die Fotografie gibt Tilman Neubert die Möglichkeit, sich intensiv mit seiner Umwelt auseinander zu setzen und sich gestalterisch auszudrücken. Besonderes Interesse hat er am Aufspüren des Atmosphärischen und den stimmungsmäßigen Eigentümlichkeiten seiner Umgebung. Sein Ziel ist es, die Phantasie, die Gedankenläufe und die Emotionen des Betrachters anzuregen. Seit geraumer Zeit ist Tilman Neubert fasziniert von Gegenständen, die am Straßenrand vergessen, verloren, weggeworfen oder zur Abholung abgestellt wurden.

Sie erscheinen wie Zufallsstatuen oder Stillleben auf der Bühne des öffentlichen Raums.

Mit seiner Reihe Fundstücke nähert er sich ihnen in der vorgefundenen Form mit der Kamera und inszeniert sie - durch Bodenperspektive bei der Aufnahme und nachträgliche Bearbeitung -, so dass ihre theatrale und surreale Qualität zur vollen Entfaltung kommt.

 

250pAufbau Um Ein Haar_1_2017-46Frank SzafinskiAufbau Um Ein Haar72dpi_1_2017-45Frank Szafinski

 

Für Frank Szafinski eröffnet sich über die Fotografie die Möglichkeit, Details einer Entwicklung festzuhalten, Einzelpositionen miteinander zu vergleichen, aber auch Ereignisse zeitlich neu anzuordnen und somit neue Zusammenhänge zu schaffen. Gezeigt wird ein Teil des nicht abgeschlossenen, seit 2013 laufenden Projekts Zwillinge, in dem einmal jährlich Aufnahmen zweier Mädchen, inzwischen Frauen, gemacht werden. Ziel ist es, deren Entwicklung zu verfolgen. Es soll keine serielle Darstellung oder ein chronologischer Verlauf gezeigt werden. Der Betrachter soll vielmehr selbst entdecken, welche Bilder älteren, welche neueren Datums sind.

 

250pJulianeWende2250pJuliane Wende

Juliane Wende zeigt die Bildreihe „Grand Hotel“, eine in sich abgeschlossene Arbeit aus dem Langzeitprojekt „Hotel“, welche sie im Jahr 2011 begann. Die Bilder wurden in einem ehemaligen Grand Hotel im Schwarzwald aufgenommen. Das Hotel war in den 30er-Jahren eine der begehrtesten Residenzen für Prominenz aus aller Welt. Heute ist es ein verlassener Ort der Geschichte.
Die komplette Bildserie „Hotel“ besteht aus fotografischen Selbstinszenierungen ausschließlich in Räumlichkeiten und Zimmern verschiedener Hotels und wurde an unterschiedlichen Orten innerhalb Europas aufgenommen. 

Darüberhinaus präsentiert die Gruppe Photo5pus die Gemeinschaftsarbeit Ausblicke, eine in situ Wandinstallation, die eigens für die Ausstellung in der WHU konzipiert ist.

SMY Januar 2017

Bücherverluste – Monika Kuck

 

Einladung zur Vernissage am

29. Mai 2016  11:00 Uhr

in den Räumlichkeiten der WHU - Campus Düsseldorf

Einführende Worte spricht Frank Schablewski

Bücherverluste,
ein dramatisches Thema der Menschheitsgeschichte.

Dem Teil der Geschichte, in dem die Wissenstradierung durch die Schrift einen enormen quantitativen und qualitativen Schub bekommen hat.
Es gibt die klassischen Bücherfeinde wie Feuer und Wasser, aber auch den der menschlichen Willkür, die immer wieder in politischen und kriegerischen Aktionen Ausdruck fand. Völlig unspektakulär und sozusagen im Stillen nimmt der größte Bücherfeind seinen Tribut:
der Zahn der Zeit, der Bücher einfach zu Staub zerfallen läßt.
Unvorstellbar und unvorstellbar schmerzlich, wieviele Bücher und Manuskripte mit klugen Gedanken und wundervollem Wissen unwiederbringlich verloren gegangen sind im Laufe der Zeit.

Wer denkt bei Bücherverlusten nicht unwillkürlich zuerst an lange zurückliegende historische Ereignisse wie an den Brand der Bibliothek von Alexandria oder die politischmotivierten Büchervernichtungen der Qin-Dynastie oder der Inquisition?
Gab es nicht sogar ein Überheblichkeitsgefühl, dass in unserem modernen, technologisch so überlegenen Zeitalter solche Gefahren nicht mehr drohen?

Just in diese Hybris hinein platzten in kurzem zeitlichen Abstand der Brand in der Herzogin Anna Amalie Bibliothek zu Weimar und der Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln. Zigtausende Bücher und Schriften, die es nur einmalig dort gab, sind für alle Zeiten verloren.

Mit dieser Ausstellung möchte ich die Verletzlichkeit von Büchern zeigen -  bis ins Detail zeigen.
Es erscheint als Widerspruch, dass es soviel Ästhetik in diesem doch so traurigen Thema zu entdecken gibt. Aber es gibt sie, die Ästhetik der Zerstörung.

Mich rührt das Schicksal der Bücher dadurch nur noch mehr an.
Mögen diese Arbeiten dazu beitragen, die Verletzlichkeit unserer Wissens- und Kulturtradierung etwas bewußter zu machen.
Bewußt zu machen, wie gefährdet und dünn die „Humusschicht“ unserer Zivilisation immer noch ist trotz allem technischen Knowhow.

Mögen Bücher heutzutage fast altmodisch erscheinen, und mögen sie noch so verletzlich sein, möglicherweise werden sie auch weitere Jahrhunderte unseren menschlichen Wissensschatz bewahren -  sicherer und haltbarer als unsere neue Speichertechnik in Form von Computerdatenträgern.

Im Mai 2016            Monika Kuck

Albert Fürst 2016

Grafik, Arbeiten auf Leinwand sowie Zeichnungen des Düsseldorfer Künstlers Albert Fürst

Anlässlich des 96. Geburtstags von Albert Fürst (Düsseldorf, 1920 - 2014)  stellte Kunst-At-WHU in Zusammenarbeit mit der Rahmenwerkstatt und Galerie Michael Ringel Arbeiten aus unterschiedlichen Schaffensperioden des Künstlers aus. Trotz erheblicher Verkehrsbehinderungen durch den Düsseldorf Marathon verzeichnete die Eröffnung über 60 Besucher. Im Laufe der Ausstellung (24. April bis 12. Mai) wurden es letztlich über 100 Besucher, die sich für die 50 ausgestellten Werke interessierten. Die meisten Bilder wurden erstmals öffentlich gezeigt. Ein Schwerpunkt lag bei informelen Werken auf Papier, insbesondere aus dem Jahr 1999. Starker Aufmerksamkeit erfreute sich das große Leinwandformat "Krieg" (1997), sowie kleinere Zeichnungen mit skizzenhaft angelegten, gleichwohl ausdrucksstarken Tanzszenen. Im Rahmen der Eröffnung stellte sich die Ende 2015 gegründete Albert-Fürst-Gesellschaft e. V. vor (http://www.Albert-Fuerst-Gesellschaft.de). Sie unterstützt die Bewahrung, Erforschung und Dokumentation des Werkes von Albert Fürst, in Zusammenarbeit mit der Familie des Künstlers.  

Karoline Meger

Karoline Meger

gebürtige Wienerin, ist seit ihrer Kindheit der gegenständlichen und abstrakten Malerei ohne Einfluss zugetan.

1965 Gaststudium an der Volkwang Uni Essen.

Ausstellungen

1968 Wien - Galerie Junge Generation (Blutgasse), Sammelausstellung

1970 Emmerich - Galerie Haus im Park, Doppelausstellung, Abstrakte Malerei

November 1984 - Januar 1985 - Düsseldorf, Stadtbücherei Oberkassel, Abstrakte Malerei in Tempera, Acryl, Aquarell, Pastell (Arbeiten von 1965 - 1984)

November/Dezember 1995 - Düsseldorf, Apotheker & Ärztebank, Abstrakte Malerei (Arbeiten von 1990 - 1995)

28. Februar - 3. April 2016, Düsseldorf, WHU, Campus Düsseldorf, Abstrakte Malerei in Tempera, Acryl, Aquarell, Pastell 

 

Zitatenschatz – Martin Lersch & Gesine Lersch van der Grinten

Mit einer feierlichen Vernissage wurde am vergangenen Sonntag, den 8. November 2015 eine weitere Ausstellung im Rahmen der Reihe Kunst@WHU eröffnet. Unter dem Titel „zitatenschatz“ stellt das Künstlerehepaar Gesine Lersch-van der Grinten und Martin Lersch vom 9. November 2015 bis 1. Februar 2016 seine Werke aus.

Gerold Gnau, Manager des WHU Campus Düsseldorf, begrüßte die etwa 60 kunstinteressierten Gäste und betonte die Bedeutung  von extracurricularen Aktivitäten an der WHU – Otto Beisheim School of Management. So sei es erklärtes Ziel der WHU, nicht nur durch die Aus- und Weiterbildung von Führungskräften etwas zum Wissenschaftssystem und der Gesellschaft beizutragen, sondern sich auch durch extracurriculare Aktivitäten in die Region einzubringen. Für den Standort Düsseldorf sei die Ausstellungsreihe Kunst@WHU ein wichtiger Bestandteil dieses Engagements.

Im Anschluss führte Michael Ringel von der Rahmenwerkstatt Jeannie & Michael Ringel die Gäste in die Schriftbilder der Düsseldorfer Sängerin und Künstlerin Gesine Lersch-van der Grinten ein. Als besonderes Highlight der Vernissage ließ Martin Lersch es sich nicht nehmen, selbst Stellung zu seinen Illustrationen und Zeichnungen und den aufgeführten Zitaten zu nehmen. Zum Abschluss der Eröffnungsfeier bedankte sich Klaus Friedrich, WHU-Alumnus und Mitorganisator von Kunst@WHU, bei allen Beteiligten und vor allem bei der WHU, dass sie eine solche Ausstellung erneut möglich gemacht haben.

Bei einem anschließenden Rundgang durch die Ausstellung bot sich den zahlreichen Gästen die Gelegenheit, mit den Künstlern direkt ins Gespräch zu kommen. Martin Lersch erläuterte dabei die Bedeutung seiner Werke, vor allem die der größtenteils eigens für die aktuelle Ausstellung angefertigten „fliegenden Bücher“.

 

„Kunst @ WHU“ ist ein Projekt des WHU Campus Düsseldorf und der Galerie Rahmenwerkstatt Ringel in Düsseldorf. In der neuen Ausstellung präsentieren Martin Lersch und Gesine Lersch – van der Grinten ihre Werke. Die Ausstellung kann vom 8. November 2015 bis 1. Februar 2016, montags bis freitags von 9.00 bis 18.00 Uhr (letzter Einlass 17.30 Uhr) besucht werden. Gerne können Sie auch individuelle Besuche und Führungen buchen. Kontaktinformationen finden Sie unter www.kunst-at-whu.de

 

Über die Künstler:

Der Zeichner, Illustrator, Maler und Musiker Martin Lersch wurde 1954 in Mönchengladbach geboren. Er studierte von 1971 bis 1973 Design an der Fachhochschule Niederrhein Krefeld und im Anschluss daran bis 1976 Illustration an der Folkwangschule Essen. Lersch wohnte immer wieder für längere Zeit in Frankreich und betätigte sich neben seiner Arbeit als Zeichner, Illustrator und Maler auch in den Bereichen Bühnengestaltung, Buchproduktion und Musik-Performance. Lersch führt seit langem Kunst- und Musikprojekte in Bibliotheken, Museen, Gefängnissen sowie mit französischen und deutschen Schulklassen durch.

Gesine Lersch – van der Grinten studierte an der Folkwangschule für Musik, Theater und Tanz in Essen Operngesang. Seit vielen Jahren widmet sie sich dem Schwerpunkt Lied. Gleichermaßen fühlt sie sich zuhause im Bereich der Neuen Musik und Improvisation. Neben ihrer Unterrichtstätigkeit arbeitet sie als freischaffende Solistin, singt mit unterschiedlichen Ensembles und setzt sich vor allem für den Liedgesang ein. Seit 25 Jahren fertigt sie Schriftbilder an.

Die WHU freut sich auf eine interessante Ausstellung und zahlreiche kunstinteressierte Besucher in ihren Räumlichkeiten in den Düsseldorfer „Schwanenhöfen“.

Bärbel Esser „Querbeet“

Bärbel Esser

1971 Studium Freie Kunst / Freie Grafik, Kunstakademie Düsseldorf
1974/75 Gaststudentin an der Hochschule für angewandte Kunst, Wien
1977 Meisterschülerin, Kunstakademie Düsseldorf
Die Ausstellung „QUERBEET“ zeigt drei Werkgruppen der Düsseldorfer Künstlerin Bärbel Esser:
spontan und intuitiv enstandene abstrakte Federzeichnungen, thematisch gebundene Karikaturen, die die Beliebheit eingefahrener Klischees zeichnerisch durchkreuzen und Collagen, in denen zufällig gefundene Materialien mit malerischen und zeichnerischen Elementen kombiniert, zu einer neuen Visualisierung gelangen .
Die Ausstellung „QUERBEET“ gibt einen Überblick über das Schaffen der Düsseldorfer Künstlerin Bärbel Esser und zeigt in drei Werkgruppen zum einen großformatige Federzeichnungen, daneben Karikaturen und Collagen . Die Federzeichnungen , ausgeführt mit der feinen Zeichenfeder und farbigen Tuschen, entstehen ohne Plan und entwickeln sich in einem Wechselspiel zwischenIntuiton und Reflektion. In diesem Entstehungsprozess und der Suggestionskraft der gestisch - abstrakten zeichnerischen Spuren auf dem Papier werden die Linien und die unterschiedlichsten graphischen Elemente assoziativ variiert oder auch bewusst weitergeführt und zu einer Komposition verdichtet . Die Reihe der Karikaturen, in der Technik der Radierung und auch als Zeichnung ausgeführt, haben oftmals erkennbare oder nur andeutungsweise realistische Hintergründe. Die Karikaturen liefern „Zerr - Bilder“ die auf einen wahren Sachverhalt zielen, der aber hinter der Komik, dem Humor und der Satire, dem „Köder“ in der Zeichnung, aufgedeckt werden will. Die Freiheit der Karikatur ist, sich kritische oder ad absurdum führende Aussagen leisten zu können, wobei dem Betrachter überlassen ist, sich über die Zielgenauigkeit einer Karikatur Gedanken zu machen.
Der Entstehungsprozess der Collagen ist ein wenig kalkulierbarer Vorgang, wobei mit allen möglichen Materialien frei umgegangen werden kann. Assoziativ werden hierbei die Materialien, wie Fundstücke, oder Reste von Gebrauchsdingen in der Collage zusammengefügt und in neuer Kombinationen ästhetisiert, verändert oder verfremdet .

Zwei bis Drei-Dimensional

ZweibisDrei-Dimensional – Kunstausstellung an der WHU Campus Düsseldorf vom

10. Mai bis 29. Juli 2014

Jürgen Buhre schichtet Farbe zu Körperzeichen im Farbrelief. Michael Kortländer verbindet Farbe und Kartonage zu Raumbildern.

Zwei Künstler, zwei Freunde, die mit der Ausstellung "ZweibisDrei-Dimensional " auf dem WHU Campus Düsseldorf in einen kreativen Dialog treten – treibend, kontrastierend, motivierend, variierend.

Die WHU lädt herzlich ein zur Ausstellungseröffnung am 10. Mai 2014, 19:00 Uhr auf ihrem Campus Düsseldorf (Erkrather Straße 224a, 40233 Düsseldorf). Gerne übersenden wir Ihnen eine persönliche Einladung (Kontakt: ringel-rahmen@gmx.net).

Die Künstler sind anwesend. Zur Eröffnung spricht Kay Heymer, Leiter Moderne Kunst am Museum Kunstpalast, Düsseldorf.

Die Ausstellung ist zugänglich während der Öffnungszeiten der WHU Campus Düsseldorf (wochentags von 10 Uhr bis 17 Uhr), wir bitten um Anmeldung am Empfang. Individuelle Besichtigungstermine oder Führungen, auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten, können vereinbart werden mit dem Team von Kunst@WHU

Michael Kortländer

1953              in Münster geboren

1972-1978     Studium an der Kunstakademie Düsseldorf

                      bei Prof. G. Hoehme

1978              Meisterschüler

seit 1978        Arbeiten an „ Raumbildern“, vornehmlich mit Kartonagen

1982 - 1984    Wilhelm-Lehmbruck-Stipendium

seit 1985         Arbeitsstipendium des Bundes Deutscher Industrie bei der

                        Smurfit - Kappa AG

1993 – 1996   Lehrauftrag an der Fachhochschule Düsseldorf

f                       für Plastisches Arbeiten

2005 - 2012       Cité Internationale des Arts, Paris, Gastatelier

Michael Kortländer lebt und arbeitet in Düsseldorf und Palermo

Zu den plastischen Arbeiten von Michael Kortländer

Seit Beuys definiert sich Kunst weniger durch den kommerziellen Wert des verwendeten Materials als vielmehr durch die künstlerische Idee, die sich darin verwirklicht. Michael Kortländer arbeitet seit Jahren mit Wellpappe, in der man sonst kostbarere Gegenstände verpackt, um sie vor Deformationen zu schützen. Wellpappe ist nicht nur leicht, sondern auch vielfältig formbar. Vor allem stellen ihre senkrechten wellenförmigen Vertiefungen einen formal spannenden Gegensatz zu den von ihr umfassten Dingen dar, die sie zugleich schützt wie verbirgt. Dabei werden die Ecken und Kanten abgerundet, also gewissermaßen „entschärft“. Einer verharmlosenden Harmonisierung entgeht er dadurch, dass er mit seinen scharfen Einschnitten in die Wellpappe neue Kanten und Ecken schafft, die ein weiteres formales Spannungsmoment in seinem Werk bewirken. Vielleicht könnte man sagen: Michael Kortländer „verpackt“ seine künstlerischen Ideen in Wellpappe – er schafft völlig neue fragile Objekte, die Gegenstände erinnern, aber sie nie einfach nachbilden. Seine Skulpturen sind vielmehr freie Erfindungen, die den sie umgebenden Raum völlig neu definieren. Dabei frappiert der Gegensatz zwischen Leichtigkeit des Materials und der Gewichtigkeit seiner sogar monumental wirkenden Ausformung. Es entstehen so konstruierte Gebilde, die in ihrer vermittelnden Gebärde doch Distanz wahren. Verstärkt wird die Distanzierung noch dadurch, dass die aufgetragene Farbe die Besonderheit des alltäglichen Materials betont; es wird zum Farbträger, der gewürdigt ist in all seiner Fragilität Farbe zu zeigen, also eines für den Bildhauer Kortländer ebenso wichtigen künstlerischen Ausdrucksmittels. So entsteht am Ende ein faszinierendes Paradox: Ein billiges, fragiles, uns allen vertrautes Material atmet doch durch seine künstlerische Anmutung den Geist des Besonderen, des Einmaligen.

Diethelm Röhnisch

Geschäftsführer Niederrheinischer Kunstverein e.V.

Grußwort des Rektors

 

Liebe Kunstinteressierte,

„Kunst ist nicht Luxus, sondern Notwendigkeit“, soll der deutsch-amerikanische Grafiker und Maler Lyonel Feininger einmal gesagt haben. Ich kann ihm in diesem Punkt nur beipflichten. Kulturelle Veranstaltungen wie beispielsweise Ausstellungen im Rahmen von Kunst@WHU schärfen unser Bewusstsein und erweitern unseren Horizont – eine absolute Notwendigkeit!

Wir an der WHU verstehen uns als Business School, die keine Ausbildung im Elfenbeinturm der Wirtschaftswissenschaften betreibt. Wir verstehen uns als Institution, deren Angehörige über den eigenen Tellerrand hinausschauen und die sich und ihre Ansichten von Zeit zu Zeit in Frage stellen. Daher liegt mir Kunst@WHU besonders am Herzen. Es verbindet unsere Welt der Wissenschaft mit der Welt der Kunst. Die Ausstellungen auf dem Gelände einer Business School laden dazu ein, Schnittstellen zwischen künstlerischem Schaffen und wirtschaftlichen Aspekten zu diskutieren – sei es vor Ort in der Ausstellung oder im Rahmen unseres Studium Generale in beispielsweise Vorlesungen oder Exkursen zu Themen wie Design, Corporate Design und dem Kunstmarkt.

Liebe Kunstinteressierte, ich denke, unsere beiden Künstler Jürgen Buhre und Michael Kortländer haben mit der vorliegenden Ausstellung „ZweibisDrei-Dimensional" eine hervorragende Gelegenheit geschaffen, Kunst zu erleben. Gerade zeitgenössische Kunst wie diese rüttelt unsere Gesellschaft immer wieder auf, ist unbequem, ist vielleicht auch nicht jedem unmittelbar zugänglich. Wir reiben uns an ihr; nicht selten hält uns moderne Kunst einen Spiegel vor. „Echte Kunst ist eigensinnig“, brachte es Ludwig van Beethoven auf den Punkt. In diese Sinne wünsche ich Ihnen viele interessante Eindrücke und Erkenntnisse beim Besuch der Ausstellung.

Ihr Michael Frenkel

Die Herzogin Jürgen Buhre