Bärbel Esser „Querbeet“

Bärbel Esser

1971 Studium Freie Kunst / Freie Grafik, Kunstakademie Düsseldorf
1974/75 Gaststudentin an der Hochschule für angewandte Kunst, Wien
1977 Meisterschülerin, Kunstakademie Düsseldorf
Die Ausstellung „QUERBEET“ zeigt drei Werkgruppen der Düsseldorfer Künstlerin Bärbel Esser:
spontan und intuitiv enstandene abstrakte Federzeichnungen, thematisch gebundene Karikaturen, die die Beliebheit eingefahrener Klischees zeichnerisch durchkreuzen und Collagen, in denen zufällig gefundene Materialien mit malerischen und zeichnerischen Elementen kombiniert, zu einer neuen Visualisierung gelangen .
Die Ausstellung „QUERBEET“ gibt einen Überblick über das Schaffen der Düsseldorfer Künstlerin Bärbel Esser und zeigt in drei Werkgruppen zum einen großformatige Federzeichnungen, daneben Karikaturen und Collagen . Die Federzeichnungen , ausgeführt mit der feinen Zeichenfeder und farbigen Tuschen, entstehen ohne Plan und entwickeln sich in einem Wechselspiel zwischenIntuiton und Reflektion. In diesem Entstehungsprozess und der Suggestionskraft der gestisch - abstrakten zeichnerischen Spuren auf dem Papier werden die Linien und die unterschiedlichsten graphischen Elemente assoziativ variiert oder auch bewusst weitergeführt und zu einer Komposition verdichtet . Die Reihe der Karikaturen, in der Technik der Radierung und auch als Zeichnung ausgeführt, haben oftmals erkennbare oder nur andeutungsweise realistische Hintergründe. Die Karikaturen liefern „Zerr - Bilder“ die auf einen wahren Sachverhalt zielen, der aber hinter der Komik, dem Humor und der Satire, dem „Köder“ in der Zeichnung, aufgedeckt werden will. Die Freiheit der Karikatur ist, sich kritische oder ad absurdum führende Aussagen leisten zu können, wobei dem Betrachter überlassen ist, sich über die Zielgenauigkeit einer Karikatur Gedanken zu machen.
Der Entstehungsprozess der Collagen ist ein wenig kalkulierbarer Vorgang, wobei mit allen möglichen Materialien frei umgegangen werden kann. Assoziativ werden hierbei die Materialien, wie Fundstücke, oder Reste von Gebrauchsdingen in der Collage zusammengefügt und in neuer Kombinationen ästhetisiert, verändert oder verfremdet .

Schreibe einen Kommentar